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Offenbach Alte Post: Die Planungen der DWG eG schreiten voran

Seit fast einem Jahr hat die DWG eG ein ganz besonders spannendes Objekt in Offenbach im Bestand: die Alte Post. Über diesen Zeitraum hat die Genossenschaft aus Großwallstadt ihre Pläne für das Gebäude in der Bismarckstraße kontinuierlich weiterentwickelt. Die Planungen gestalten sich als besonders anspruchsvoll, da das Projekt von hoher Komplexität gekennzeichnet ist. Nicht nur handelt es sich um ein Gebäude von enormer Größe mit über 4.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche und einer Gesamtlänge von über 120 Meter. Vor allem besteht das Objekt aus drei Gebäudeteilen mit höchst unterschiedlichen baulichen Gegebenheiten: Das Haupthaus verfügt über vier Geschossebenen mit verschiedenen Grundrissen, die Villa hat neben dem Erdgeschoss und dem ersten und zweiten Obergeschoss ein noch unausgebautes Dachgeschoss, und die beiden Gebäude werden durch einen Zwischentrakt mit zwei Geschossebenen unterschiedlicher Layouts verbunden.

Wie die DWG eG hervorhebt, macht die komplexe Gebäudestruktur nicht nur eine ausgefeilte Planung notwendig, sondern erfordert auch verschiedene Genehmigungen für die jeweiligen Gebäudeteile und zum Teil sogar die unterschiedlichen Geschossebenen innerhalb der Gebäude. Dass das Gebäude zudem unter Denkmalschutz steht, stellt nur einen weiteren Punkt unter den zahlreichen Herausforderungen des Projektes dar, welche die Genossenschaft aus Großwallstadt mit großem Engagement angegangen ist.

DWG eG: Abwägungen im Planungsprozess

Bei all ihren Projekten stellt die DWG eG jederzeit eines in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen: Ihr Förderziel, nämlich lebenswerten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. In diesem Sinne fließt die Frage nach der von den Mitgliedern gewünschten Wohnform als zentrales Kriterium in die Planung ein. Hierzu zählt neben der Größe der Wohnungen und dem passenden Wohnkonzept – vom klassischen Wohnen über Kurzzeitwohnen bis hin zu Studentenwohnungen und Wohnheimen – auch gegebenenfalls die Art der Möblierung.

Zudem gilt es selbstverständlich, die regulatorischen Rahmenbedingungen in den Planungsprozess einzubeziehen. Hier standen in diesem Fall neben städteplanerischen Aspekten und der Genehmigungsfähigkeit der unterschiedlichen Nutzungsarten zudem die Vorgaben des Denkmalschutzes im Vordergrund. Auch der Zeitbedarf der unterschiedlichen Vorhaben ist selbstverständlich stets ein wichtiges Planungskriterium. Darüber hinaus standen in diesem speziellen Objekt aufgrund der Lage direkt neben den Bahngleisen Maßnahmen zum Thema Schallschutz auf der Agenda der DWG eG.

Der aktuelle Stand der Planungen

Die Alte Post ist in mehrfacher Sicht einzigartig im Bestand der DWG eG. Aufgrund seiner enormen Größe und Komplexität hat es der Genossenschaft bislang mehr Kreativität und Herzblut abverlangt als jedes andere Vorhaben. Ein Einsatz, den das Team in Großwallstadt jedoch gern geleistet hat. Für die unterschiedlichen Gebäudeteile haben die Planungen nunmehr folgenden Stand erreicht:

  • In der Villa (Nebengebäude) sollen acht kleinparzellige Wohnungen für Singles und junge Paare entstehen. Diese sollen möbliert, also mit Küche, Bett und Sofa, aber nicht mit einer Ausstattung wie Besteck, Handtücher oder Bettwäsche bestückt werden. Zielgruppe sind Menschen, die trotz größtmöglicher Flexibilität einen festen Wohnsitz benötigen. Die Planung ist bereit für den Bauantrag, in der Folge werden die Genehmigungen für das restliche Gebäude beantragt.
  • Im Zwischentrakt sind 19 möblierte Apartments für Kurzzeitwohnen, vergleichbar mit dem Objekt in der Kaiserstraße, geplant. Jede Einheit wird eine eigene Terrasse erhalten.
  • Im Haupthaus bleibt im Erdgeschoss eine Gewerbeeinheit bestehen, die gemeinsam mit dem neuen Mieter nach dessen Wünschen umgebaut wird. Im ersten und zweiten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss sollen rund 30 neue Wohnungen für das klassische Wohnen entstehen. Die Ein- bis Dreizimmerwohnungen sind mit einer Durchschnittsgröße von 65 Quadratmetern geplant.

Für den Betrieb des Gebäudes verfolgt die DWG eG somit vier verschiedene Konzepte – teilweise als Fortführung oder Weiterentwicklung bestehender Ansätze, teilweise als komplette Neuentwicklungen. Alles im Sinne ihres Förderauftrages, nämlich die Mitgliederbedürfnisse an Wohnraum zu bedienen. Getreu ihrem Fokus auf die Lebensqualität ihrer Wohnobjekte hat die Genossenschaft für das Objekt in Offenbach einen kleinen Spielplatz auf dem Gelände an der Bismarckstraße vorgesehen. Um das Miteinander zwischen den Bewohnern zu stärken, soll das Haupthaus zudem im Innenhof eine ca. 60 Quadratmeter große Terrasse zur Gemeinschaftsnutzung erhalten. Beide Pläne bedürfen noch einer Genehmigung durch die Stadt. Zudem wird bei der Genossenschaft aus Großwallstadt über die Nutzung eines Car-Sharing- und Bike-Sharing-Konzeptes an dem Objekt diskutiert.